Happy Baby > Magazin > Ernährung > Ernährung in den ersten Lebensmonaten

Ernährung in den ersten Lebensmonaten

Viel trinken fördert die Milchproduktion

Trinken Sie immer, wenn Sie durstig sind – bei den Mahlzeiten und zwischendurch. Nehmen Sie ein Glas Wasser bei jeder Stillmahlzeit zu sich. Kaffee, Tee und Softdrinks sollten Sie nur in Maßen trinken, Energydrinks und alkoholische Getränke gar nicht. Übrigens: ob „milchbildende“ Getränke/Tees die Milchmenge steigern, ist immer noch nicht bewiesen.

Darf ich alles essen?

Grundsätzlich ja. Je vielseitiger Sie sich ernähren, desto vielfältigere Geschmacksrichtungen lernt Ihr Baby kennen. Denn die Stoffe in Ihrer Nahrung gehen auch in die Muttermilch über und beeinflussen ihren Eigengeschmack. Es gibt keinen Grund, irgendwelche geschmacksintensiven Lebensmittel zu meiden. Lauch, Zwiebeln, Hülsenfrüchte, Kohl oder einzelne Obstsorten stehen im Ruf, Koliken (Blähungen, Durchfall) zu verursachen. Wissenschaftlich bewiesen ist dies jedoch nicht. Meistens kann man davon ausgehen, dass alles, was Sie gut vertragen, auch für Ihr Kind gut verträglich ist. Aber natürlich sollten Sie dennoch darauf achten, ob Ihr Baby auf bestimmte Stoffe empfindlich reagiert. In diesem Fall streichen Sie diese einfach von Ihrem Speiseplan.

Und was ist mit Allergievorbeugung? 

Etwa jede vierte Schwangere hat ein erhöhtes familiäres Allergierisiko. Wissenschaftler halten es dennoch für unnötig, dass Schwangere und Stillende bestimmte Nahrungsmittel meiden, um sich allergenarm zu ernähren. Ausnahme: wenn Sie selbst eine nachgewiesene Nahrungsmittelallergie haben. Ansonsten gilt: Der beste Schutz gegen Allergien ist ausschließliches Stillen während der ersten vier bis sechs Lebensmonate Ihres Babys. 

Stillen und abnehmen

Während der Stillzeit verschwinden die Extrapfunde aus der Schwangerschaft meist wie von alleine – bis zu zwei Kilo pro Monat sind normal. Vorausgesetzt, Sie ernähren sich ausgewogen. Mit Diäten zum Abnehmen sollten Sie besser bis nach dem Abstillen warten. Sonst bekommen Sie eventuell zu wenige Nährstoffe.

Muttermilch: besser geht’s nicht

Die meisten Mütter in Deutschland stillen ihr Baby. Damit ermöglichen sie ihm einen optimalen Start ins Leben. Muttermilch macht Babys nicht nur satt, sie schützt den jungen Organismus auch und gibt ihm alles, was er braucht, um sich körperlich, seelisch und auch geistig gesund zu entwickeln. Und das ist eine ganze Menge.

Eiweiß: wichtig für den Aufbau von Muskeln und Organen

Damit das Baby gesund heranwächst, benötigt es Eiweiß. Dieses Eiweiß liefert die Bausteine für Muskeln und Organe. Muttermilch versorgt das Baby mit genau dem richtigen Eiweiß in der richtigen Menge, um gesund zu wachsen.  

Optimaler Schutz vor Allergien

Das Eiweiß der Muttermilch ist allergenarm. Es schützt den kleinen Organismus optimal vor Allergien. 

Immun gegen Krankheiten mit der Bifidus-Schutzflora

Etwa 70 Prozent des menschlichen Immunschutzes befinden sich im Darm. Doch dieses Schutzsystem muss sich erst bilden. Es beginnt bereits während der Geburt:  Im Geburtskanal wird der bisher sterile Darm des Babys erstmals mit wertvollen Bifiduskulturen angereichert. Danach fördert Muttermilch die weitere Ausbildung der Bifidus-Schutzflora, indem sie das Wachstum der Bifiduskulturen optimal unterstützt. Außerdem enthält Muttermilch auch selbst natürliche Bifiduskulturen. Sie kleiden wie ein Schutzfilm die Darmwand des Babys aus und wehren schädliche Keime ab. Zugleich sorgen sie für eine ausgeglichene Verdauung und schützen es vor späteren Allergien.

Fettsäuren machen klug 

In kaum einer Lebensphase lernen wir täglich so viel Neues wie im ersten Lebensjahr. Doch das Gehirn ist ein wahrer Energiefresser. Mit der Muttermilch erhält Babys Gehirn besonders wertvolle langkettige, mehrfach ungesättigte Fettsäuren (LC-PUFA). Diese besonderen LC-PUFA-Fettsäuren unterstützen die optimale Entwicklung des jungen Gehirns und des Nervensystems.

 

Zurück