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Unfälle im Haus vermeiden

Unfälle vermeiden, Unfallverhütung, Sicher und praktisch zu Hause unterwegs

Unfallverhütung – Sicher und praktisch zu Hause unterwegs

Noch kann Ihr Baby sich kaum eigenständig fortbewegen, dennoch birgt das erste halbe Jahr Gefahren. Zu den Unfallschwerpunkten in den ersten sechs Lebensmonaten gehören Wickeltisch, Kinderbettchen, Auto und Fahrrad.

Was Sie wissen sollten über Unfälle

Mit seinen noch unkoordinierten Bewegungen – strampeln und mit den Armen „rudern“ – kann Ihr Kind seitlich oder nach vorn über die Kante des Wickeltisches rutschen und hinunterfallen. Vor allem ab dem dritten Monat kann sich Ihr Baby spontan umdrehen oder unversehens zur Seite rollen, wenn es sich einmal ausgiebig reckt und streckt. Bald kann es auch seinen Körper eigenständig drehen – zunächst zur Seite, wenig später auch vom Bauch auf den Rücken und schließlich umgekehrt. Es wird nun zunehmend „wacher“ und interessiert sich immer stärker für seine Umgebung. Es kann inzwischen Gegenstände festhalten. Mit etwa vier bis fünf Monaten beginnt das Kind, gezielt nach etwas zu greifen. Was es zu fassen bekommt, steckt es in den Mund, um es ausgiebig zu erforschen.

So verhüten Sie Unfälle

Lassen Sie Ihr Kind niemals unbeaufsichtigt auf dem Wickeltisch oder auf der Couch, dem Sessel oder in der Babywiege liegen – auch nicht, um „nur mal schnell“ zum Telefon oder an die Haustür zu gehen. Lassen Sie keine kleinen Teile, etwa Legosteine, Knopfbatterien oder den Inhalt von Überraschungseiern in seiner Nähe liegen. Ihr Kind könnte daran ersticken.

  • Trinken Sie nichts Heißes, während Sie Ihr Kind auf dem Schoß oder Arm haben.
  • Befestigen Sie Schnuller nicht an Bändchen um den Hals.
  • Baden: Setzen Sie Ihr Kind immer erst dann in die Badewanne, wenn das Wasser eingefüllt und die Wassertemperatur mit Badethermometer und Unterarm geprüft ist (max. 36-37° Celsius). Lassen Sie keinesfalls heißes Wasser nachlaufen, während es sich bereits in der Wanne befindet, und halten Sie Ihr Kind in der Wanne immer fest.
  • Bewahren Sie die Pflegemittel außer Reichweite des Kindes auf. Stellen Sie vor allem keine Puderdose auf den Wickeltisch (bei Einatmen besteht Erstickungsgefahr).
  • Gurten Sie Ihr Kind in der Babywippe an und stellen Sie diese nicht auf erhöhten Flächen, zum Beispiel auf dem Tisch, ab.
  • Lassen Sie Ihr Kind nicht unbeaufsichtigt im Kinderhochstuhl sitzen und gurten Sie es darin an.
  • Achten Sie auf sichere und altersgerechte Spielsachen. Sie dürfen weder spitz oder scharfkantig noch schwer sein.
  • Lassen Sie Ihr Kind nie mit kleinen Kindern oder Haustieren allein.

Wenn das Kind in der Wohnung mobil wird

  • Sichern Sie die Umgebung (Steckdosen, Schutzgitter an Treppen und Türen).
  • Achten Sie auf herunterhängende Kabel und räumen Sie alle Elektrogeräte nach Gebrauch weg.
  • Polstern Sie Möbelecken und -kanten ab.
  • Regale und andere Möbel, an denen sich Ihr Kind hochziehen kann, kippsicher verankern.
  • Lassen Sie nichts herumliegen, was Ihrem Kind gefährlich werden kann (Zigaretten, gefüllte Aschenbecher, Messer, Scheren).
  • Bewahren Sie Putzmittel und Medikamente grundsätzlich außer Reichweite Ihres Kindes auf und trennen sich gegebenenfalls von giftigen Pflanzen in Wohnungen und Garten.

Wichtig: Sprechen Sie auch mit Großeltern und Babysittern über Unfallverhütung. Viele Unfälle passieren außerhalb der elterlichen Wohnung.

Sicher unterwegs

Transportieren Sie Ihr Kind im Auto grundsätzlich nur in einem altersgemäßen und amtlich zugelassenem Rückhaltesystem (ECE R44 in der aktuellen Zulassungsversion 03 oder 04). Schnallen Sie es in der Schale stets an, auch wenn es vielleicht gerade schläft . Ab etwa neun Monaten muss der Kindersitz gegebenenfalls angepasst werden (Gruppe I ab etwa neun Kilogramm Körpergewicht).

Fahrradsitz oder Fahrradanhänger?

Mittlerweile haben Crashtests und Studien (z. B. Bundesanstalt für Straßenwesen, Allianz-Studie) bestätigt, dass ein sicherheitsüberprüft er Anhänger die beste Variante darstellt, Kinder ab ca. sechs Monaten mit dem Fahrrad zu befördern. Bei einem Unfall fallen sie nicht tief und sind im Innenraum geschützt – sofern der Anhänger einen Überrollbügel hat, die Kinder angeschnallt sind und Helme tragen. 

Weshalb soll unser Baby nicht so lange in der Babywippe liegen?

Babywippen sind praktisch, aber langes Liegen darin schadet, weil die starre Sitzposition zu Fehlhaltungen, insbesondere der Halswirbelsäule, führen kann. Außerdem schränken Babywippen die Bewegungsfreiheit des Babys ein. Legen Sie Ihr Kind lieber auf eine Krabbeldecke auf den Boden, wenn dieser nicht zu kalt ist, oder in einen Holzlaufstall. Hier kann es dann auch ordentlich strampeln. Es ist sicher, an den Stäben kann es sich hochziehen und lernen, sich langsam aufzurichten.